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Musikalische Anteile

Christian Neuhuber

Von der musikalischen Dimension mittelalterlicher geistlicher Spiele weiß man vor allem aus Regieanweisungen; Noten haben sich nur selten erhalten. In den älteren Spielen wurde der Musik wohl weniger Platz eingeräumt; die Gesänge besaßen vor allem dramaturgische Funktion, indem sie die Perzeption steuerten und das Publikum in das Geschehen integrierten. So wurden nicht zuletzt allseits bekannte Melodien aus der kirchlichen Tradition gesungen, um das Miteinstimmen zu ermöglichen. Im ludus de sancta dorothea begegnet uns Musik in zweierlei Weise: als Volksgesang und in den chorischen Silete-Rufen.