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D-Nst Fragm. lat. 9 und 9a

Ptolemaios, Liber Almagest, Hs. von Johannes Regiomontanus (aus Königsberg in Franken), um 1460. Einbandfragmente des “Wiener Codex” mit geistlicher und weltlicher Musik, um 1415. Gehörte (zusammen mit dem Fragment >> A-M Cod. 749) wahrscheinlich der Wiener Bürgerschule zu St. Stephan, wo Regiomontanus bis 1461 wirkte. » K. Der “Wiener Codex”. » Strohm 1984; » Strohm 2014, 25.

Abb. Wiener Codex
Abb. Wiener Codex

Musikhandschrift (ca. 1415), „Wiener Codex“. © Stadtbibliothek Nürnberg (D-Nst), Fragm. lat. 9, fol. 1r. 

Mehrstimmige Musik aus Italien und Frankreich wurde schon um 1415 wahrscheinlich an der Wiener Stephansschule (Bürgerschule) in Wien in einem großen Codex gesammelt, von dem heute nur noch Fragmente erhalten sind. Die dreistimmige lateinische Motette Degentis vita, in Nordfrankreich oder Flandern um 1390 komponiert, ist hier mit süddeutschen Aufführungshinweisen versehen.